Münster West

Mit dem Rad und zu Fuß auf den Spuren „der Droste“

Radfahrer auf dem Twerenfeldweg in Nienberge

Radfahrer auf dem Twerenfeldweg in Nienberge

Gievenbeck/Roxel/Nienberge. Eine Person, an der man in Münsters Westen nicht vorbeikommt, ist schon lange tot: Annette von Droste Hülshoff. Die Dichterin aus der Zeit Goethes wurde in der Burg Hülshoff geboren und „wandelte“ auf so manchen Pfaden in Münsters Westen umher – allein deshalb, weil sich einige Kilometer weiter in Nienberge Haus Rüschhaus befindet, das sie mit ihrer Mutter und der Schwester nach dem Tod des Vaters bezog und wo „Die Judenbuche“ entstand. Einige dieser Drosteschen Wege sind heute noch nachvollziehbar und können per Pedes oder Velo verfolgt werden.

Jetzt, in der sonnigen Sommerferienzeit, reizt es uns besonders, zu Fuß oder mit dem Rad einen Ausflug in die Münsterländische Parklandschaft zu unternehmen. Zahlreiche idyllische Feldwege bieten sich zur Erkundung an. Gerade am Twerenfeldweg in Nienberge, in der Nähe des Droste-Hülshoff-Gedenksteins und des Hauses Vögeding, befinden wir uns mitten auf den Wegen, die die Dichterin einst nahm.

Droste-Hülshoff-Gedenkstein in Nienberge

Gedenkstein für Annette von Droste Hülshoff am Twerenfeldweg, Ecke Wittower Stiege in Nienberge.

Blick Richtung Roxel vom Droste-Hülshoff-Gedenkstein

Blick Richtung Roxel vom Gedenkstein für Annette von Droste Hülshoff in Nienberge

  • Umso erstaunlicher ist es, dass eine große Radtour, die der ADFC anbietet, diese Gegend nicht streift, sondern vom Münsterschen Hauptbahnhof aus eher am Rande von Gievenbeck und Nienberge über das Rüschhaus den Bogen zur Burg Hülshoff schlägt.
  • Anders hält es da eine – allerdings mit 55 Kilometer etwas längere – Radtour von Münsterland e.V., die neben den Standardzielen Rüschhaus und Burg Hülshoff auch Haus Vögeding anpeilt und außerdem noch Havixbeck, das romantische Stevertal und Schapdetten berücksichtigt.
  • Am kürzesten, dafür aber auch als Wanderung ausgeschrieben, ist eine Tour, die der Westfälische Heimatbund anbietet. Vom Rüschhaus aus geht es dabei durchs Twerenfeld, entlang Haus Vögeding und dem Gedenkstein bis zur Burg Hülshoff und wieder zurück. Mit etwa zehn Kilometer reicht dies für eine schöne sommerliche Kurzwanderung.

Das Schöne an den „modernen Zeiten“ ist, dass wir uns bei Tourenbeschreibungen nicht mehr rein auf die Wörter und Bilder verlassen müssen. Alle hier genannten Touren liegen als Geodaten-Dateien in verschiedenen Formaten vor. Mit entsprechenden Gerätschaften – meist reicht mittlerweile ein gängiges Smartphone – können wir uns bequem navigieren lassen und auf diese Weise ganz entspannt die landschaftlichen und kulturellen Reize auf den Spuren „der Droste“ genießen.

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