Münster West

Durch das Waldstück mit dem „heimlichen Star“

Auf der Suche nach etwas längeren Spaziergängen wird es einen von Roxel aus immer wieder gen Westen ziehen. Dort gibt es einiges Hübsches zu entdecken. Erstes Glanzlicht ist die Burg Hülshoff. Von dort geht es beispielsweise auf tollen Waldwegen weiter in Richtung Havixbeck. Möchte man dann aber wieder zurück gehen, wird aus dem längeren Spaziergang schnell eine ausgewachsene Wanderung.

Im vorigen Winter hatte ich dann erstmals die Idee – erfahrene Roxeler werden nun nachsichtig lächeln –, an der Burg Hülshoff quasi „links“ abzubiegen und in Richtung Haus Brock zu laufen. Das war eine gute Entscheidung! Denn damit erschließt man sich eine Kurzwanderung, die vom Landschafts- und Wegeprofil zum Vielfältigsten gehört, was man um Roxel herum erleben kann. Seitdem bin ich diese Route mehrmals gelaufen.

Start auch dieses Weges ist wie so oft der Pantaleonplatz des „Annette-Dorfs“. Von dort geht es über die Bredeheide, den Stodtbrockweg und den Twerenfeldweg zum Haus Vögeding. Um zur Burg Hülshoff zu gelangen, ginge der direkte Weg nun einige hundert Meter die Hülshoffstraße entlang zur Hohenholter Straße. Wir wählen aber einen wirklich beeindruckenden Umweg, nämlich den Schlenker durch das Beckfeld. Mehr zu diesem Flecken habe ich in diesem Beitrag geschrieben.

Hier könnte der „Knabe im Moor“ gespielt haben

Zu Burg Hülshoff muss an dieser Stelle auch nicht mehr gesagt werden. Wir passieren den Sitz derer von Droste zu Hülshoff und streben zum Erweiterungsparkplatz, um danach auf die L581 zu stoßen, diese kurze Zeit später zu überqueren und in einen dichten Wald einzutauchen. Nun sind wir im Naturschutzgebiet Ameshorst. Die vielen Entwässerungsgräben verraten es: Einst war hier sumpfiges Gebiet. Es ist nicht schwer vorzustellen, dass die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff Gegenden wie diese im Sinn hatte, als sie ihre bekannte Ballade „Der Knabe im Moor“ schrieb.

Durch den Ameshorst führen gut begehbare Waldwege. Nach etwa zehn Minuten biegen wir auf einen Trampelpfad nach links ab und treffen auf den „heimlichen Star“ dieses Waldstücks: Eine alte Landwehr führt durch den Wald. Ein örtlicher Landwirt, den ich dort traf erläuterte mir, dass das Gelände einst zu einem nahen Kloster und zum anderen Teil zu den Hülshoffschen Besitzungen gehörte. Die Landwehr, ursprünglich mit Dornengesträuch bestanden, habe auch dem Zweck gedient, das Vieh vom Übertritt in die nachbarschaftlichen Besitzungen abzuhalten.

Weiter geht’s zum Haus Brock

Nachdem die Landwehr hinter und liegt, wechselt das Landschaftsprofil und wir laufen nun durch Felder hindurch. Bald schon taucht Haus Brock vor unseren Augen auf. Über diesen Ort habe ich an anderer Stelle ausführlich geschrieben.

Nun benötigen wir noch eine gute halbe Stunde, um vom Haus Brock wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Um die lange Passage entlang der Tilbecker Straße zu vermeiden, habe ich noch einen kleinen Abzweig genommen und bin durch das Rüschenfeld nach Roxel gelaufen.

GPX-Route herunterladen

Wanderung Roxel - Burg Hülshoff - Haus Brock (Kartenmaterial: Leaflet mit Material von OpenStreetMap)

Überschtskarte über die Wandertour von Roxel zur Burg Hülshoff, durch den Ameshorst, an Haus Brock entlang zurück nach Roxel. (Kartenmaterial: Leaflet mit Material von OpenStreetMap)

Lust, die Strecke nachzuwandern? Hier gibt es die GPX-Datei zum Herunterladen. Einfach auf das Bild oder den vorstehenden Link klicken!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*