Münster West

Dann geh doch ins Kloster!

Nun gut, ins Kloster bin ich nicht wirklich gegangen. Aber am vorvorigen Wochenende lief ich quasi zum Kloster. Mein Ziel für eine wunderbare Frühlingswanderung war nämlich das Stiftsdorf Hohenholte, mit einer Zwischenstation bei der Burg Hülshoff. Wie es so oft der Fall in Roxel und Umgebung ist, begab ich mich auch dieses Mal wieder auf die Spuren derer von Droste zu Hülshoff.

Die gut 20 Kilometer lange Wanderung beginnt einmal mehr auf dem Roxeler Pantaleonplatz und führt von dort durch das Neubaugebiet Bredeheide sowie Stodtbrockweg und Twerenfeldweg in Richtung Nienberge. Über die Woortstiege zieht es uns dann auf die Hohenholter Straße, die wir bis zur nächsten Bushaltestelle entlanggehen. Dort queren wir die Straße und nehmen die Querverbindung zu der bekannten Allee, die uns in Richtung Burg Hülshoff führt.

Durch die Felder um die Burg herum

Andachsstelle im Schonebeck bei Burg Hülshoff

Andachsstelle im Schonebeck bei Burg Hülshoff

Vor der Burg wenden wir uns nun nach rechts auf den Feldweg und gehen entlang des Zauns, der das Burggelände umschließt. Es folgt ein wunderbarer Streckenabschnitt über Feldwege, wo uns Reiter begegnen, wir ansonsten aber die Natur in aller Ruhe genießen können. Erwähnenswert ist das in ein kleines Zierbeet eingefriedete Wegekreuz kurz hinter der Burg Hülshoff. Ansonsten finden wir den ein oder anderen Tümpel rechts und links des Weges.

Bis Hohenholte bleibt die Landschaft nun wie gehabt. Man mag dies langweilig finden – oder sehr erholsam!

Vor Hohenholte liegt die Kreisstraße

Vor Hohenholte hat der Wandergott aber noch die Kreisstraße 50 platziert. An dieser müssen wir fast einen Kilometer entlang gehen und dann noch etwas an der K1, bis wir am Sportplatz in den Hohenholter Staatsforst wechseln. Über geruhsame Waldwege – in etwas Entfernung erblicken wir, kurz bevor wir das Dorf erreichen, noch die Kapelle Maria im Forst – laufen wir schließlich direkt auf die ehemalige Klosterkirche St. Georg zu.

Die Kirche aus dem 18. Jahrhundert liegt im so historischen wie kleinen und wirklich idyllischen Ortszentrum von Hohenholte. Einst gehörte sie zum Kloster Hohenholte. Ursprünglich den Augustinerinnen zugehörig, wurde das Kloster dann ein freies Damenstift. Stiftsdame war unter anderem Jenny von Droste zu Hülshoff, die Schwester der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff.

Es lohnt sich, noch ein bisschen durch Hohenholte zu streifen. Als ich dort weilte, konnte ich weder von der Kaffeewirtschaft Oeding-Erdel noch vom Kaufhaus Vieth profitieren. Alles war wegen der Coronavirus-Einschränkungen geschlossen. Aber auch die zum Dorfinformationsmittelpunkt umgewidmete alte Feuerwache und die Brücke über die Aa mit den Statuen der Heiligen Nepomuk und Antonius sind ausreichend beeindruckend.

Das Beckfeld ist ein Höhepunkt

Weiter geht es – wieder über Feld- und Wirtschaftswege durch die so typische Münsterländische Parklandschaft. Leider nicht zu vermeiden ist dann eine einige hundert Meter lange Passage entlang entlang der viel befahrenen Kreisstraße 22. Diese ist aber nötig, um zu einem weiteren Kleinod in der Nähe von Roxel zu gelangen: dem Beckfeld. Dabei handelt es sich um eine kleine Bauernschaft, in der bis in die 1950er Jahre hinein die dann abgebrannte Beckfelds Mühle stand.

Hier schlagen wir einen kleinen Bogen, der uns auf urwüchsigem Waldweg durch einen kleinen Wald führt. Auch erahnen wir auf der anderen Seite eines Erdwalls einen idyllischen Teich. Der Weg quert den Krummen Bach, der in der Nähe in die Aa fließt und wendet sich dann der Hülshoffstraße zu.

Nun befinden wir uns wieder auf bekanntem Terrain, das wir bereits auf der ein oder andere Wanderung erkundet haben. Über Wittoverstiege und Twerenfeldweg kehren wir schließlich nach Roxel zurück.

Übersichtskarte Wanderung Roxel - Burg Hülshoff - Hohenholte (Kartenmaterial: Leaflet mit Material von OpenStreetMap)

Übersichtskarte Wanderung Roxel – Burg Hülshoff – Hohenholte (Kartenmaterial: Leaflet mit Material von OpenStreetMap)

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